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                           auf der Glen Keen Farm

Geschichte der Farm

Glenkeen – GleannCaoin (das sanfte/milde Tal)

 

1641 hieß der Eigentümer von Glankenie Richard McWalter McJordane. In Petty's Landkarte von 1683 wurde aus Glankenie Glankeyne. 1841 hatte das Dorf Glenkeen schließlich 51 männliche und 57 weibliche Einwohner.

 

Die große Hungersnot in den 1840er Jahren suchte auch Glenkeen heim und so bestand der Ort 1851 lediglich noch aus 31 männlichen und 34 weiblichen Bewohnern. Aus ehemals 108 Einwohnern wurden 65 Einwohner, von 22 Bauernhöfen überlebten 12.

 

Grund- und Bodeneigentum war im Irland des frühen 19. Jahrhunderts nur einer kleinen Minderheit vorbehalten; die Gesamtbevölkerung lag 1804 bei knapp 5,5 Millionen, von denen kaum mehr als 10.000 Landbesitz hatten. Durch Neuansiedlungen von Einwanderer aus Großbritannien wurde Land konfisziert. Diese Konfiszierungen wurden später durch Cromwell, Charles II, William III und die sogenannten „Penal Laws“ (Strafgesetze gegen die katholische Bevölkerung) fortgesetzt und hatten schließlich zur Folge, dass 1770 95 % der gesamten Anbaufläche des Landes in den Händen von Protestanten war.

 

Im Irland des  frühen 19. Jahrhunderts war es üblich, Land an Mietgemeinschaften zu vermieten.

Diese Gemeinschaftsvermietungen wurden „Rundale“ genannt. Viele Landbesitzer waren nicht vor Ort und übertrugen Verwaltern die Aufgabe der Farmbewirtschaftung. Es bestand absolute Abhängigkeit von der Kartoffel als Grundnahrungsmittel und zwischen 1816 und 1842 gab es mindestens 14 teilweise oder komplette Kartoffel-Missernten.

 

Philip O'Malley und andere sind im Glenkeen Gebiet angekommen, nachdem sie das Killmilkin/Maam Valley Gebiet in der nördlichen Connemara verlasssen mussten. Philip hat Mary Burke geheiratet, die vermutlich aus dem Raum Ugool stammte. 1824 wurden als Miete für ihr Glenkeen-Anwesen deftige 0-15-00 Pfund erhoben.

 

Philip und Marys Sohn William (1826 – 1889), der mit Mary Kilcoyne (1830 – 1905) verheiratet war, gelang es, stets die Miete aufzubringen, aber leider musste er, wie andere auch, 1846/47 das Land verlassen. Die Familie zog nach Bouris, das nicht zum Gebiet von Lord Sligo gehörte, sondern Sir Roger Palmer. William und seine Familie pachteten nach 1847 Land in Bouris. Ab 1867 pachtete William zusätzlich 58 acre in Old Head. Dieses Land gehörte wiederum Lord  Sligo.

 

William and Marys Tochter Mary heiratete John McNamara of Crickeen und 1909 heiratete  deren Enkelin Margaret McNamara Hugh O'Grady. Das junge Paar zog in das Haus der O'Gradys in Sharoosky. Hugh war vormals Hirte auf der Houston Farm gewesen; dieses riesige Gebiet war von Lord Sligo 1854 für 31 Jahre an William Houston verpachtet worden.

 

1885 bereitete das Ashbourne Landgesetz den Weg des Eigentumserwerbes durch Mieter. Das Wyndham-Gesetz führte schließlich zur Abschaffung des Grundbesitzerprinzips und so konnten die Mieter fortan ihre gepachteten Grundstücke erwerben.

 

Hugh O'Grady und seine Frau Margaret (geb. McNamara), Großmutter des vertriebenen William O'Malley, erwarben das jetzige Glenkeen-Anwesen. Die heutigen Eigentümer sind Catherine, Margarets Enkelin, und ihr Ehemann Jim.

 

Glen Keen Farm, Louisburgh, Co. Mayo, Ireland. Telephone 353 (0)87 616 7396 E glenkeenfarm@gmail.com